Sonntag, 27. Mai 2018

21.05. Grand Junction

Der Wetterbericht für Grand Junction heute: 32° und Wolkenlos, die Realität: 25° stark bewölkt und Sturm. Die Meteorologen hier sind genau so schlecht beim Raten welches Wetter wird wie in D.
Am Hotel angekommen die nächste schlechte Nachricht, der Pool ist kaputt, erst in einer Woche wieder nutzbar.
Das Maß ist voll,bei Hotels.com wird die Buchung storniert und ein billiges für eine Nacht gebucht. Morgen sind wir wieder weg,

Sonntag, 20. Mai 2018

20.05. Little Wild Horse und Bell Canyon

In dem blöden Motel läuft irgendwo die ganze Nacht Wasser was sich dank amerikanischer Bautechnik so anhört als wäre die Dusche im eigenen Zimmer voll an. Nein nicht im eigenen Bad sondern neben dem Bett. Beim Auschecken teilt mir der Eigentümer mit, das Motel wäre zu verkaufen, Falls ein Leser jetzt Lust auf ein eigenes Motel am Arsch der Welt verspürt, ich vermittle gern den Kontakt ;-)
Frühstück gibt es natürlich keins, darum machen wir am einzigen Tankstellensubway entlang der Strecke halt.
Gegen Mittag erreichen wir das San Rafael Reef und unseren heutigen Hike, Wilde Horse und Bell Canyon. Laut Beschreibung weniger Klettern als die letzten Hikes dafür mehr Kilometer.

Naja, weniger Klettern bezog sich vermutlich auf Klettern pro Kilometer.



Bereits am Einstieg gilt es einen großen Pool auf einer sechs Meter hohen teilweise nur 10cm breiten Felsnase zu umgehen.
Als die Felsnase nur noch zwei Meter hoch ist entschließe ich mich abzuspringen und mindere den Aufprall in dem ich mich elegant entlang des anschließenden Abhangs abrolle. Karin erzählt vielleicht eine etwas andere Geschichte. Mir egal, glaubt doch wem ihr wollt.
Der Canyon hat weitere Überraschungen auf Lager wie eine etwa 10 Meter lange und Knietiefe Wasserstrecke.

Zwei Stunden sind wir unterwegs als wir den nur vier Kilometer langen Little Wild Horse Canyon durchquert haben. Nun zieht sich der Hike durch tiefen Kies eines Bachbett und entlang einer Offroadpiste in die Länge bis wir endlich den Bell Canyon erreichen durch den wir zurück zum Auto gehen,


Auf den letzten Kilometern macht sich trotz der tollen Landschaft jetzt doch Lustlosigkeit breit. Außerdem ist die Innennaht meines Bergschuhs kaputt und drückt auf den großen Onkel der jetzt richtig weh tut.
Also beschließen wir Richtung Grand Junction aufzubrechen um ein paar Tage Poolpause einzulegen. Wir fahren bis Green River wo wir in einem günstigen, uralten Straßenmotel übernachten, Der Besitzer hat sich dank seines Aussehens, er erinnert stark an Rübezahl, und seiner Freundlichkeit (stellt euch einen richtig freundlichen, lauten und extrem gesprächigen urigen Typ vor) in unser Gedächtnis gebrannt.




Samstag, 19. Mai 2018

19.05. Staircase Escalante Zebra Slot

In der Nacht hat es glücklicher Weise nicht mehr geregnet und so ist das Zelt nach kurzer Zeit abgebaut und getrocknet. Heute steht der Zebra Slot Canyon auf der todo Liste.
Der Trailhead liegt auch an der Hole in the Rock Road und ist schnell erreicht. Der Weg über die Mesa runter in die Wash und schlussendlich zum Slot zieht sich etwa 5km teilweise durch tiefen, anstrengenden Sand.


Am Sloteingang müssen die Rucksäcke zurückbleiben. Leute mit Platzangst sollen diesen Slot meiden wird geraten. 


Aber er ist wirklich unbeschreiblich schön.


Nach gut zehn Kilometern sind wir wieder oben an unserem Auto. Der Himmel ist rundum stark bewölkt und es wird kalt.

Heute wird es wohl ernst mit den Gewittern, schweren Herzens brechen wir unseren Besuch im Staircase ab, die Motelpreise in den Dörfern die nur ein bis zwei Stunden fahrt entfernt sind eine absolute Frechheit. Freundlich ausgedrückt.
Immer wieder regnet es auf unserem Weg nach Torrey am Capitol Reef. Die Motelpreise hier beginnen bei 130€ und so fahren wir noch weitere 25 Meilen nach Loa (Letzte Ortschaft vorm ArschDerWelt) und zahlen immer noch unverschämte 91€ für ein sehr einfaches Zimmer.

18.05. Staircase Escalante

Nach knapp zwei Stunden fahrt erreichen wir den Bull Valley Gorge Trailhead. Die Anfahrt über die Skutumpah Road ist wie alle Straßen im Staircase die durch die Gebiete des BLM (Behörde die öffentliches Land das keinen Parkstatus hat verwaltet) führen abenteuerlich. Die Vorteile: keine Gebühren und wenige Besucher.

Es ist nicht weit, bis zum Einstieg des Slots. Dort kommen uns einige Männer entgegen, hüfthoch mit Schlamm bedeckt. Sie sind durch den ersten Pool des Slots gelaufen, anschließend wird der Weg und unpassierbar berichten sie. Zitat des Tages: Not to bad, we lost only one or two guys.
Wir sehen uns das noch selbst an, aber schon der Pool sieht nicht einladend aus und wir kehren um.


Der Himmel ist bedeckt und trotz 0% Regenwahrscheinlichkeit regnet es immer wieder. Auch im Visitorcenter des BLM in Escalante glaubt man an Gewitter heute Nacht. Wir fahren trotzdem in die Hole in the Rock Road und schlagen abseits unser Zelt auf. Es ist noch früh also beschließen wir den Peek a Boo Slot noch zu absolvieren.
40 Minuten weiter westlich auf der HitR (ist nicht so weit, die Straße verlangt den Stoßdämpfern einiges ab) biegen wir ab. Ab hier wird ein high clearenc car empfohlen. Selbst Steinstufen sind auf solchen Straßen keine Seltenheit.
Die Wanderung zum Peek a Boo dauert nur knapp eine halbe Stunde, dann steht man am 5-6 Meter hohen Einstieg. Als wir das erste Mal hier war ein toter Baum an den Einstieg gelehnt der das Klettern erleichterte. Der ist nicht mehr da und der Sandstein bietet kaum halt. Zum Glück kommt noch eine weiter Wanderergruppe die ein Seil dabei haben. So geht's leichter.


Das weitere Klettern im Slot ist zwar anstengend aber machbar. Normalerweise geht man über einen der einfacheren Nebenslots zurück, aber es ist schon spät und so gehen wir den Peek a Boo zurück. Der Abstieg ohne Seil ist abenteuerlich aber machbar.
Auf dem Rückweg zum Zelt regnet es etwas. unser Auto war vorher staubig, jetzt sieht es richtig übel aus.

17.05. Mesquite und crowd in the Parks

Wir sind immer noch faul, in Mesquite lockt das Virgin River mit einem unwiderstehlichem Angebot, 22€ pro Nacht. Abendessen am Buffet, ein Ausflug nach St. George und viel Pool.


Am Donnerstag raffen wir uns endlich auf, Eagle Crag in den Vermilion Cliffs steht auf dem Plan. Erst bei der Anfahrt wird uns klar, dass dieser Hike nahe am Zion NP liegt. Der Zion ist sicher einer der schönsten Parks der USA. Das macht ihn in den letzten Jahren leider auch unbesuchbar. Völlig überlaufen, Motelpreise ab 170€, Campingplätze auf Monate hinaus ausgebucht.
Wir fahren weiter, müssen durch den Park fahren. Allein am Parkeingang stehen wir eine Stunde im Stau. Es sind noch keine Ferien, will man nicht wissen wie es in ein paar Wochen hier aussieht.

Es geht weiter zu den Red Cliffs SP, kein Campground. Der Vollständigkeit halber fahren wir auch in den Bryce Canyon. Campgrounds full.

Wir übernachten 30 Meilen entfernt in Panguitch in einem einfachen Straßenmotel. Nicht billig aber noch OK.

Montag, 14. Mai 2018

14.05. Las Vegas

Es gibt erste Beschwerden wegen der nachlassenden Blogdichte aber wir waren letzte Woche faul. Und das Wetter ist auch schuld, hier die Zusammenfassung.
Fünf Nächte und faule Tage in Palm Springs, meist am Pool bei über 40°C unterbrochen durch einen Buffet Besuch im Indianer Casino in Indio. Voller Magen, anschließend Pool.
Abends Spaziergänge nach Downtown Palm Springs.
Freitag ziehen Wolken auf und die Temperatur erreicht kaum 30°. Wir fahren in den Joshua Tree NP und kriegen grade noch eine der letzten Campsites.





Als das Zelt steht klettern wir auf den Mount Ryan, herrlicher Ausblick auf den Park. Und ein Sturm auf dem Gipfel der uns fast umbläst.





Abends fahren wir zum Key View von wo aus der San Andreas Graben und Palm Springs sichtbar sein sollten, was der Smog der aus Los Angeles über den Bernardino Pass zieht meist verhindert. Heute nicht, heute behindert eine dichte Wolkendecke unter uns die Sicht.



Die Nacht ist stürmisch und scheißkalt. Zelt abbauen und weiter nach 29 Palms wo der weitere Reiseplan festgelegt wird. Wir haben die Wahl zwischen 5° in der Mojave Wüste und 30° in Las Vegas.
Wir buchen das Mardi Gras Hotel in Las Vegas. Gegen vier Uhr kommen wir dort an und es gibt leichtes Gezänke an der Rezeption, angeblich liegt keine Buchung vor. Stellt sich raus, peinlich ich hab ab Sonntag zwei Nächte gebucht, heute ist Samstag. Und das Hotel natürlich ausgebucht.
Wir übernachten in einem runtergekommenen Travellodge das zumindest nahe am Strip liegt.


Ab Sonntag dann Pool im gebuchten Hotel und Abends lange Spaziergänge zum Strip, unser Hotel liegt 4km davon entfernt.
Und da war dann noch Karin, die um halb zwölf nachts von der Polizei angehupt wird. Weil sie bei Rot über die große Kreuzung läuft. 

Fotos folgen sobald wir wieder brauchbares WLan haben. Also nicht in Las Vegas.

Nachtrag:
Am letzten Abend auf dem Strip noch 5$ im Treasure Island gewonnen. Vom Gewinn kaufen wir in einer der vielen Apotheken am Strip Bier. (Kein Witz, alle gefühlt 50 Meter gibt es hier Apotheken, und die leben vom Alkverkauf)

Stilgerecht vor der Kulisse Venedigs trinken wir unser Fosters, best Australian Beer. Mehr Disney geht nicht.


Sonntag, 6. Mai 2018

06.05. Palm Springs

Sechs Uhr sind wir bereits wach. Eine sch... Matratze, keine Decke und die Klimaanlage kann man nicht abschalten weil a) zu heiß und b) der Geruch sonst unerträglich wird. Wir haben ab heute das Avance Hotel gebucht, aber check in time ist erst um drei Uhr. Wir holen uns ein paar Cheese-Jalapeno-Bagel im Supermarkt und fahren wir raus in den Painted Canyon, dort gibt es den Ladder Trail den wir bereits vor einigen Jahren gegangen sind.
Durch neue Auswaschungen und Felsstürze ist der Weg nicht mehr wieder zu erkennen. Ist also sowieso egal, dass wir hier schon waren.
Der Ladder Trail ist deutlich länger als der Slot und trotz Leitern an den heikelsten Stellen stellt er uns beim Klettern vor Schwierigkeiten die für uns schon an der Grenze sind. Übrigens sind die Leitern prinzipiell einen Meter kürzer als die Stufen und entsprechen in keinster Weise den DIN - Sicherheitsvorschriften ;-)


Aber es macht richtig Spaß wenn man die bis vier Meter hohen Stufen überwunden und sich durch die engen Spalten gezwängt hat.
Auf dem Plateau angekommen drehen wir um, auch hier macht der Rückweg sonst wenig Spaß. Da dieser Canyon von unten nach oben gegangen wird liegen so zwar die Abstiege vor uns die meist schwieriger sind als die Aufstiege, aber egal.


Wieder am Auto ist es Mittag, über 40° heiß und immer noch zu früh für den Check In. Also in einen Waschsalon, diese Arbeit ist eh überfällig.
Und endlich ist es soweit, wir können in unser nicht ganz billiges Luxusappartment mit privater Terrasse und von kaum jemand benutzen Pool einziehen.


Von den nur sieben Appartments sind unter der Woche nur drei vermietet, den Pool haben wir heute auch für uns alleine. Wir bleiben hier vier Nächte, in den nächsten Tagen wird es wohl nicht viel neues von uns zu lesen geben.